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Weiblicher Zyklus aus der Perspektive des Ayurveda

"Jeder neue Anfang entsteht aus dem Ende eines anderen Anfangs." Seneca


Viele von uns kennen Schwankungen im Energiehaushalt, in der Stimmung und in körperlichen Symptomen, welche mit dem weiblichen Zyklus einhergehen. Die gute Nachricht ist: Je mehr wir in Einklang mit unserer eigenen Natur leben, desto mehr können wir diese Schwankungen ausgleichen. Genau hier setzt Ayurveda an. 


Der weibliche Zyklus kann in vier Phasen resp. Zyklen der Natur unterteilt werden: 


Menstruation - der innere Winter

In dieser Vata dominierenden Zeit ist es wichtig, warme, gekochte und leicht verdauliche Speisen zu sich zu nehmen. Genügend Fettstoffe, wie das nährende Ghee oder das wärmende Sesamöl, sind für diese Zeit besonders geeignet. Gerichte mit genügend Flüssigkeit wie Suppen, Eintöpfe aus Wurzelgemüse oder ein Kitchari tun unserer Verdauung besonders gut. Srotablockierende Lebensmittel wie Tomaten, Käse, Joghurt sowie Rohkost und schwer verdauliche Mahlzeiten sollten in dieser Zeit möglichst vermieden werden.


Dein innerer Winter lädt dich ein, zu ruhen. Natürlich sind wir alle in unserem Alltag eingebunden, aber überlege dir bewusst, wann du dir kleine Zeitfenster freimachen kannst, in denen du dich erholst und wirklich ins Nichtstun kommst.


Follikelphase - der innere Frühling

In dieser Kapha dominierenden Zeit dürfen wir gerne wieder unsere Verdauung anregen. Ingwer, Kreuzkümmel und Pippali bringen Agni wieder in Schwung. Bei etwas mehr Pitta empfehlen sich die nicht erwärmenden Agni anregenden Gewürze wie Fenchelsamen und Kardamom.

Grünes Gemüse wie Spinat, Rucola und Federkohl helfen dir, die Geschmacksrichtung bitter mehr in deinen Speiseplan zu integrieren. Gerichte mit viel Gemüse, glutenfreies Getreide, Hülsenfrüchte und keine oder nur wenige Milchprodukte unterstützen dein meist noch etwas schwaches Agni. Je näher du an den Eisprung kommst, desto besser kannst du auch wieder eine kleine Menge Rohkost am Mittag in deinen Speiseplan integrieren. Ist deine Verdauung eher schwach oder neigst du zu viel Vata, empfehlen wir dir, auf Rohkost zu verzichten.


In deinem inneren Frühling beginnt alles wieder zu wachsen. Wenn du dich in deinem inneren Winter ausgeruht hast, spürst du jetzt, wie deine Energie wieder zurückkehrt. Du bist nun motiviert, neue Projekte anzupacken und Ideen umzusetzen. Mache Dinge, die dir Freude bereiten oder probiere mal wieder etwas Neues aus.


Eisprungphase - der innere Sommers

In dieser Phase ist die Verdauung bei den meisten durch das erhöhte Pitta etwas stärker. Die Speisen dürfen gerne etwas kühlend sein und genügend Bitterstoffe enthalten. Mittags kann regelmässig eine kleine Portion Rohkost gegessen werden, wenn dein Agni damit keine Probleme hat. Ausschliesslich Rohkost ist aus ayurvedischer Sicht nicht zu empfehlen. In den wärmeren Monaten sind lauwarme Salate aus Vollkorngetreide, Gemüse und genügend Protein ein praktisches Mittagessen zum Mitnehmen. Im Winter oder bei einer trägen Verdauung empfehlen wir dir gekochte Gerichte mit viel Gemüse. Dies darf gerne mit einer kleinen Handvoll bitterem Wintersalat ergänzt werden. Saure und scharfe Lebensmittel sollten in dieser Zeit nur in sehr kleinen Mengen gegessen werden.


Dein innerer Sommer verhilft dir zur vollen Blüte. Du bist in deiner Energie und hast viel Kraft und Elan für die Aufgaben in deinem Leben. Geniesse diese Energie, triff dich mit Leuten, die du magst, zeige dich und spüre deine Lust am Leben.


Lutealphase - der innere Herbst

In dieser Phase sind Vata und Pitta vorherrschend. Ab dem Eisprung kann es teilweise zu PMS-Symptomen kommen. Diesen möchten wir mit Hilfe der Ernährung etwas entgegenwirken.

Stimmungsschwankungen, ein Ziehen im Unterbauch und Trauer sind meist ein Zeichen für ein erhöhtes Vata. Gekochte, warme und leicht verdauliche Speisen mit genügend Fett regulieren dein Vata. Achte auf regelmässige Mahlzeiten mit nicht zu langen Essenspausen dazwischen und vermeide ständiges Snacken.


Viel Hitze im Körper, Ungeduld und brennende Empfindungen deuten auf ein zu hohes Pitta hin. Fenchelsamen, Kardamom, kühlendes Gemüse wie Fenchel, Zucchini etc. helfen dir, die Hitze etwas auszugleichen. Auch die Geschmacksrichtung süss, bitter und herb helfen deinem Pitta wieder ins Gleichgewicht zu kommen.


Wassereinlagerungen und Trägheit sind ein Zeichen für ein zu hohes Kapha. Gut gewürzte gekochte Speisen mit viel Gemüse helfen deinem Körper, nicht noch mehr Kapha anzusammeln. Kaffee, Alkohol und Rohkost sollten in dieser Zeit nur in sehr kleinen Mengen zu sich genommen werden oder gar vermieden werden.


Der innere Herbst lädt dich dazu ein, wieder mehr Langsamkeit zu leben. Erledige noch die letzten Dinge auf deiner Pendenzenliste und entscheide dich hier bewusst nur für die Dinge, die noch absolute Priorität haben. Alles andere kannst du in den nächsten Frühling verschieben. Nutze die Klarheit, die dich jetzt begleitet, um aufzuräumen, im Aussen, wie auch im Innen: welche Gedanken und Muster kannst du loslassen?


 

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